Akte 001 · Die Titelgeschichte
2012 schickte Marius Fietzek kein Anschreiben an Double Fine — er stellte ein Point-and-Click-Adventure online. In „The Applicant“ spielt man ausgerechnet die Empfangskraft des Studios, die den hartnäckigen Bewerber loswerden soll. Tim Schafer sah es. Und stellte ihn ein.
K-01 · Berufsbild
Studiengänge, Quereinstieg, eigene Projekte: Es gibt nicht den einen Weg in die Spieleentwicklung. Ein Überblick über Ausbildungswege, typische Einstiegsrollen und das, was Studios in Portfolios sehen wollen.
Dossier öffnenK-03 · Einstieg
Wo Praktika ausgeschrieben werden, wie eine Initiativbewerbung ankommt — und warum kleine Studios oft die bessere erste Adresse sind.
Dossier öffnenK-05 · Projekt
Mit freien Engines vom Konzept zum Prototyp — das vielleicht überzeugendste Stück in jedem Games-Portfolio.
Dossier öffnenAus dem Rick-Rocket-Archiv
Vom Bewerbungsspiel ins Studio nach San Francisco: warum es sich lohnt, das eigene Praktikum öffentlich zu dokumentieren — wie es der Bewerber von damals tat.
Anlage 2Warum ein regelmäßig gepflegter Webcomic mehr über Erzähltalent verrät als jede Mappe — und wie man ihn in die Bewerbung einbindet.
Rick Rocket ist ein redaktionelles Magazin über kreative Bewerbungen und Karrieren in der Games-Branche. Sein Anker ist die Geschichte dieser Domain: Hier lag einst „The Applicant“, die wohl berühmteste spielbare Bewerbung — und aus ihrer Pointe leitet sich unser Programm ab. Wir glauben nicht an Tricks, Vorlagen oder Floskeln, sondern an ein einziges Prinzip: zeigen statt aufzählen.
Das Register Bewerbung behandelt deshalb Formate und Handwerk — vom Portfolio über das Anschreiben bis zum Bewerbungsvideo — immer mit der ehrlichen Gegenfrage, wann das klassische Format die bessere Wahl ist. Das Register Games-Karriere zeigt die Wege in die Spieleentwicklung: Berufsbilder, Quereinstieg, Praktika und die Projekte, mit denen ein Portfolio Substanz bekommt. Wer beides verbinden will, beginnt am besten bei der Titelgeschichte und ihrer Analyse.
Sie kann es sein — entscheidend ist die Branche. In Kreativ- und Games-Berufen ist ein ungewöhnliches Format selbst eine Arbeitsprobe und wird meist positiv gelesen. In konservativen Feldern gilt: lieber ein starkes, sauberes Portfolio als ein Gag, der vom Inhalt ablenkt.
Nicht zwingend. Studios beschäftigen neben Entwicklerinnen und Entwicklern auch Game Design, Art, Narrative Design, Qualitätssicherung, Produktion und Community-Management. Grundverständnis für den Entwicklungsprozess hilft in jeder dieser Rollen — Code schreiben muss man dafür nicht.
Das Spiel behauptete keine Fähigkeiten, es führte sie vor: Konzept, Schreiben, Grafik und Umsetzung steckten in der Bewerbung selbst. Genau dieses Prinzip — zeigen statt aufzählen — ist der Kern jeder guten kreativen Bewerbung, ganz unabhängig vom Format.
Für alle, die sich in Kreativberufen oder der Games-Branche bewerben wollen — vom ersten Praktikum bis zum Quereinstieg. Das Register Bewerbung behandelt Formate und Handwerk, das Register Games-Karriere die Wege in die Spieleentwicklung. Anker beider Register ist die Geschichte dieser Domain.